Alte Muster und der alltägliche Sexismus: etwas persönliches

Ich hatte ein Erlebnis, das sowohl schrecklich banal als auch absolut widerwärtig war. Es war ein guter Prüfstein, eine Frage an mich, wie ernst es mir mit meiner Unabhängigkeit ist, mit dem Feminismus, wie wahr meine Überzeugungen sind.

Aber von vorne.

Vor einigen Wochen habe ich günstig ein Traumauto bekommen. Einen großen Kombi meiner Lieblingsmarke, technisch noch sehr gut, optisch eine Katastrophe. Ein früherer Kollege hatte mich beim Kauf beraten, er wollte mir auch mit den nötigen Reparaturen helfen. Ja, das ist auch ein Mann, aber einer, der ein Kumpel ist und auf dessen fachliches Urteil ich mich verlassen kann.

Nun brach unvorhersehbarer Weise ein Belag an der hinteren  Bremse, und kurz nach diesem Ereignis war der Kumpel erkrankt.

Auch meine anderen „Nothelfer“ waren nicht Willens oder in der Lage das kurzfristig zu reparieren, und da ich schon die Ersatzteile gekauft hatte, konnte ich auch nicht in meine Stammwerkstatt gehen, weil Garantie und so. Und dank der anderen Ausgaben für das Auto hatte ich natürlich nicht so viele Barmittel.

Die Frauen-Selbsthilfe-Werkstatt in der nahen Stadt existiert natürlich nicht mehr….

Eine Freundin riet mir es doch mal bei einer kleinen Gebrauchtwagen/Werkstatt-Klitsche im Ort zu probieren, der Mechaniker solle günstig sein.

Ich rief ihn an, fuhr vorbei, und wurde fast nahtlos wie eine alte Bekannte behandelt. Er erzählte mir viel über sich, und ich ließ ihn, da ich ein kommunikativer Mensch bin und schon öfter die Erfahrung machte, dass andere Leute mir gern ihre Geschichten erzählen.  Was ich komisch fand war dass er mir auch von früheren Beziehungen erzählte, aber es war immer im Kontext mit allgemeinen Themen wie wer mich geschickt hat oder wo ich wohne, deshalb ist es mir erst nicht so aufgefallen.

Da das Gespräch immer wieder auf den Wagen und damit verbundene Fragen zurück kam, und ich nach 10 Jahren Taxifahren und auch als Unternehmerin in der Branche gut in solchen Gesprächen mithalten kann, schien alles ok.

Schließlich wurden die Anspielungen aber doch zu eindeutig, er wollte mit mir ans Meer fahren, redete davon, dass ich ja bestimmt ganz anders sei als seine Ex. Er würde auch gern mal mit mir ausgehen. Ich machte neutrale Geräusche und wechselte das Thema. Es war strange, aber ich sitze hier auf dem Dorf, bin auf das Auto angewiesen und habe ein limitiertes Budget. Also habe ich das Ganze so gut wie möglich abgekürzt und er erklärte sich bereit die Reparatur am nächsten Morgen, einem Samstag, vorzunehmen.

Wieder zu Hause war ich irritiert genug meiner Freundin davon zu berichten, die allerdings nur lachte und fragte was es denn koste, ein Abendessen oder nur nen Kaffee. Da lachte ich noch mit.

Am nächsten Morgen hatte ich einen beschleunigten Herzschlag, auf dem Weg zu einer Panikattacke. Nur mit Stopatmung und Konzentration gelang es mir, das zu unterbinden. Am liebsten wäre ich umgekehrt, aber ich brauchte doch das Auto…….

Zunächst war ich so sachlich und abweisend wie möglich, lehnte Kaffee ab und beschäftigte mich mit meinem Telefon. Da einige Schwierigleiten auftauchten und noch Teile fehlten blieb ich da und half. Ich habe Spaß am Schrauben und plane ja auch viel am Auto selbst zu machen, außerdem lerne ich immer gern dazu, also sah ich darin nichts schlimmes.

Die Anspielungen wurden deutlicher, die Angebote auch.  Ich bekam Meinungen über meinen Hintern, meinen Bauch, herablassende und gönnerhafte. Und getreu meiner Sozialisation lächelte ich (schließlich hing mein Auto ohne Hinterräder auf der Hebebühne!) und versuchte alles etwas zu beschleunigen.

Schließlich war alles fertig, eine letzte Infantilisierung „Jetzt komm mal her, Patschhändchen waschen“ ( ich habe Handschuhgröße 9/10), dann ins Büro. Ich fragte wieviel Geld er nun bekäme, darauf antwortete er, er sei unbezahlbar. Da ich inzwischen auch keine Zeit mehr hatte fragte ich deutlicher, daraufhin meinte er, es wäre gut so. Puh. Ich versuchte auf einer Bezahlung zu bestehen, er wollte nichts davon wissen. Da wir ganz zu Anfang verabredet hatten, dass ich die Bühne für Karosseriearbeiten nutzen könnte, wenn er sie nicht brauchte, sagte ich, dann würden wir das ein andern Mal klären,  und fuhr.

Meine älteste Tochter kam an dem Tag zu Besuch, ich wirbelte durch die Küche und achtete nicht auf mein Telefon. Als ich wieder hin sah hatte ich mehrere Nachrichten von dem Kerl drauf. Ob er mir eine Freude gemacht hätte. Das er mit mir „was schönes machen wolle“.  Ich teilte ihm mit, dass ich mich zwar über die kurzfristige Reparatur gefreut hätte, aber mit der finanziellen Regelung nicht gut umgehen könne und etwas Zeit zum Nachdenken bräuchte. Das verstehe er.

Meine Tochter, Chemie- und Medizinstudentin, lachte erst und wollte wissen, warum ich das nicht einfach als Gender Related Benefit verbuchte.Sie bekäme ihre Scheine zwar durch Leistung, ihre Empfehlungen aber auch ehr durch ihr nettes Lächeln. Da war ich dann völlig am Ende. Was habe ich falsch gemacht in ihrer Erziehung?

Er rief an diesem Tag noch 3 mal an und schrieb mindestens 6 Nachrichten. Danach ging mein Telefon glücklicherweise aus. Aus den Nachrichten ging klar hervor, dass er mich begehrte, das als sein Recht ansah und auch nichts dabei fand, sich nach so einer kurzen Bekanntschaft in mein Leben zu drängen.

Am nächsten Tag rief er noch mal an als ich draußen war und fragte dann schriftlich ob ich Ersatzteile wolle. Wenn ja, dann sollte ich mich melden. Da er genau wusste das ich diese- ziemlich schwer zu findenden- Teile brauche nahm ich das als Erpressungsversuch und wurde richtig böse. Trotzdem schrieb ich ihm, sehr höflich, dass er mich wohl mißverstanden hätte, ich keine Beziehung und auch keinen Flirt suche und ihm auch nicht verpflichtet sein möchte.

Antwort: das verstehe er, er könne ja nichts dafür das er mich so **** fände, aber nun ja.

Pause.

Gestern dann erneut die Frage wegen der Teile, ich konnte nicht gleich antworten, daraufhin kam,  er habe mit nur aus Gutmütigkeit geholfen, das habe er nun davon, danke.

Ich habe ihm geantwortet, dass ich eine entgeltliche Reparatur wollte, ihn um nichts gebeten habe außer einem Termin dafür und es nicht meine Schuld sei, wenn er sich eine andere Bezahlung erhofft habe. Dann habe ich ihn blockiert.

Unangenehm an der Sache ist besonders, dass seine Werkstatt keine 500m von meinem Haus ist. Wie ich gehört habe hat er eine Vorgeschichte mit Stalking. allerdings wohl nach einer längeren Beziehung. Obwohl ich weiß dass ich ihm, außer dass ich nicht rechtzeitig gegangen bin bzw. ihm klar gesagt habe was ich von seinen Sprüchen halte, keinen Anlass zu seinen Vermutungen gegeben habe, habe ich das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben.  Gleichzeitig bin ich unendlich wütend. Und bestätigt in meinem Männerbild. Alle Männer sind Freier. Alle halten Frauen, ihre Körper und ihre Zuneigung, für käuflich.

In Zukunft werde ich eher „Stop“ sagen, nicht lächeln, versuchen, mich nicht in so schwierige Situationen zu bringen. Warum ist das Leben als Frau so? Warum müssen wir ständig auf der Hut sein? Wenn selbst ich, fast 50, ungeschminkt, unrasiert, unfrisiert und mit absolut nicht „damenhaftem“ Verhalten, als Objekt gesehen werde, was ist dann mit gender-conforming Frauen?

Mir gruselt…..

 

 

 

 

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Alternativ, aber bitte nicht arm?!

Ein Rant

Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich seit einiger Zeit wieder mit alternativen Wohnformen und Lebensgemeinschaften. Dabei habe ich eine, für mich zumindest, erschreckende Entdeckung gemacht.

Während früher, d.h. so vor 8 bis 15 Jahren, noch der Wille zur Gemeinschaft und ein Wunsch nach nicht-kapitalistischen Grundsätzen überwog, scheint sich die Konsumgesellschaft nun auch hier durchgesetzt zu haben.

In der Mehrheit der Anzeigen, in denen freie Wohnungen/Zimmer angeboten oder Menschen zur Neugründung einer Gemeinschaft gesucht werden, wird ein „gesichertes Einkommen“ erwartet oder gleich „keine AlG-Empfänger“.

Das sagt mehr über die Suchenden aus als über die Interessenten. Gemeinsam wohnen, ja, aber bitte nur, wenn du das nötige Kleingeld hast.

Waren eigentlich mal Solidarität und der Wunsch, sich der Konsumgesellschaft und der kapitalistischen Ausbeutung durch Selbstversorgung und die Reduktion der Lebenshaltungskosten zu entziehen, Gründe für gemeinschaftliches Wohnen, so sind es jetzt wohl die Angst vor Vereinsamung und finanziellen Einbußen.

Das passt natürlich zum herrschenden Klima in D, zu der sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich, aber ist doch eine entsetzliche Verarmung. Überhaupt, wo sind die „Armen“ in diesem Land? Sie stellen inzwischen einen Großteil der Bevölkerung, und realistisch ist jeder Normalverdiener nur 12 Monate von der absoluten Armut, sprich AlG II, entfernt. Trotzdem nehmen die individualistischen Bewegungen zu, jeder will scheinbar das Meiste für sich und dabei noch etwas besser sein als der Nächste.

Der Nächste? Selbst in Dörfern und Kleinstädten kennen sich nur noch die Alteingesessenen. Die Menschen in den Schlafsiedlungen, die nur des noch bezahlbaren Baulands wegen überhaupt „aufs Land“ zogen, leben weiter in der Anonymität ihrer früheren Stadtwohnungen. Für sie gibt es Bauernmärkte, Bioläden und Waldorfschulen, selbstverständlich im nächsten Mittelzentrum, wohin sie mit ihren übermotorisierten SUVs fahren.

Aber ich schweife ab.

Wenig Geld zu haben ist scheinbar auch in alternativen, „konsumkritischen“, Kreisen ein Makel geworden. Klar, wenn konsumkritisch heißt, dass man Möbel statt bei IKEA nun bei Grüne Erde kauft, oder den begehbaren Kleiderschrank mit Öko-Mode statt den Produkten der Modeketten füllt, ein Bio-Brathähnchen aus Süddeutschland für 25€ kauft statt auf Fleisch weitgehend zu verzichten oder dem heimischen Jäger das Überangebot an Wildschwein abzunehmen, dann kann man sich wohl nicht vorstellen, dass die Einrichtung mit Gebrauchtmöbeln, das Tragen von Second-Hand- oder selbstgemachter Kleidung und der Wunsch, die eigenen Kinder selbst zu erziehen statt sie ganztägig abzugeben, viel mehr bewirken können.

Wer nicht oder nur eingeschränkt erwerbstätig ist hat auch etwas zu geben. Zeit, zum Beispiel. Kraft, sich noch um Andere zu kümmern. Einen freien Kopf für Ideen, die sich nicht um die Gewinnoptimierung des Arbeitgebers drehen. Natürlich vorausgesetzt, er muss nicht um seine schiere Existenz bangen.

Es gibt unendlich viel Potential unter den Menschen, die als nutzlos, weil nicht erwerbstätig, abgeschrieben werden. Es sucht nur niemand danach.

Wo sind ihre Stimmen?

Wir haben in dieser „Demokratie“ Räte und Interessenvertretungen für alles, von Religionsgemeinschaften bis zum Kleintierzuchtverband. Wo sind die Armenräte? Der Verband der Obdachlosen? Die Lobby für die Opfer der Prostitution (nicht der Zuhälter!)?

Nun, es gibt sie nicht. Denn diejenigen, die sich darin engagieren müssten, sind mit Überleben beschäftigt. Sie hetzen von Minijob zu Minijob, durchforsten Kleinanzeigen um dringend benötigte Geräte zu ersetzen, stehen an Tafeln an, um vom Reichtum ein paar Brosamen abzubekommen. Sie warten stundenlang in Ämtern, kämpfen sich durch x-seitige Anträge und arbeiten mehr als sie eigentlich können um am Ende doch mit zu wenig dazustehen.

Aber so sind sie beschäftigt. Und die, für deren Wohl die Armen auch noch Abgaben leisten, können weiter glauben, sie tun das Richtige.

Wer den Wert eines Menschen an dessen finanzieller Leistungsfähigkeit misst, der ist nicht besser als die Spahns und Ackermanns dieser Welt. Der sieht den Menschen eben nicht als Individuum, mit allen Vorzügen und Mängeln, sondern als Produktionseinheit und im Licht des für ihn möglichen Vorteils.

Das ist weder alternativ noch revolutionär, schon gar nicht sozial.

Das ist einfach traurig.

Some basic questions about sex and gender for progressives

Rebecca Reilly-Cooper

1. Do you believe that being born with the kind of body that has the potential to gestate children – a body with a uterus, ovaries, and a vagina – is of any political significance? Does having that kind of body have any bearing on a person’s likely opportunities and outcomes?

2. Do you believe that people born with those kinds of bodies have historically been subject to any distinct forms of injustice, oppression, exploitation or discrimination? Have they historically been subordinated to the people with penises and testes?

3. Do you believe that people born with those kinds of bodies continue to be subject to any distinct forms of injustice, oppression, exploitation or discrimination?

4. Do you believe that people born with those kinds of bodies often suffer physical and sexual violence, abuse and harassment perpetrated by the people with penises and testes?

5. Do you believe that people…

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Meine Unworte des Jahres: Trans-whatever

Irgendwie lese ich immer noch mehr als ich schreibe. Viel mehr. Verständlich, da ich erstmals seit Jahren Zeit dazu habe.

Jetzt hat sich aber so viel angesammelt, dass ich einfach schreiben muss.

Transgender/-ident/-sexuell

Ich verfolge schon seit Jahren die Entwicklung der transsexuellen Bewegung in den US, teils fasziniert, teils abgestoßen. Seit im letzten Jahr auch die Uni, bei der ich beschäftigt bin, einen Versuch mit genderneutralen Toiletten machte, ist das Thema auch in meiner Realität angekommen.

In früheren Jahren waren Transsexuelle genau das: (meistens) Männer, die sich auf (meistens) übertriebene Weise als Frau darstellten und sich als Transsexuelle, Drag Queens oder Fummeltrinen bezeichneten.Sie waren eine Variante im schwulen Spektrum, ihre Gründe waren vielfältig und sie waren genauso ein Teil der Szene wie Butchlesben.

Das war einmal.

Dieser Tage gibt es ein schier unübersehbares Gewirr von Identitäten. Leute spielen mit Rollen, sind heute ein Mann und morgen eine Frau, und nächste Woche vielleicht agender. Wenn es nur ein Spiel wäre, dann hätte ich vermutlich kein Problem damit. Es ist ihnen aber bitterer Ernst, den sie gegen Menschen mit anderer Meinung, meistens Frauen, mit Hass und Gewaltdrohungen verteidigen.

Ein Mann, der behauptet eine Frau zu sein, IST eine Frau. Punkt. Er kann intakte männliche Genitalien haben, er ist als Mann sozialisiert, und die ganze Art seines Auftretens schreit männliches priviligiertes Selbstverständnis- egal. Er ist eine Frau, und wenn eine Frau sagt, nein, nicht in meiner, der realen Welt, dann ist sie transphob, wünscht dem Mann den Tod und ist generell eine schreckliche Person. Transfrauen (Mann-zu-Trans) verlangen Zugang zu Frauenräumen, zu Gesprächsgruppen, Toiletten, Umkleiden etc. Ich habe keine Lust auf die Gründe für dieses Verhalten einzugehen, das haben andere Frauen ausreichend, und bestimmt viel besser als ich es könnte, getan.

Was mich daran fertig macht sind die Auswirkungen auf Frauen und Mädchen. Ich lebe in der Nähe einer kleinen Großstadt mit Universität. Es gibt weder einen Frauenbuchladen, noch ein Frauencafè. Alle Veranstaltungen und Einrichtungen, die sonst exklusiv für Frauen/Lesben waren, sind heute für Frauen/Trans* oder Lesben/Trans*. Alle.

Warum können Transidente/Transsexuelle nicht ihre eigenen Räume eröffnen? Wer hindert sie, eigene Netzwerke und Bündnisse zu gründen? Genau, niemand. Lesben sind Frauen, also ist es absolut logisch dass sie mit Heteras zusammen agieren. Wir haben eine gemeinsame Geschichte. Völlig unlogisch ist hingegen, dass Frauen, die keine Frauen sein wollen (Transmänner) und Männer, die sich als Frauen ausgeben, sich unter Frauen mischen wollen.

Ich bin das Thema von Herzen leid. Es ist wie ein schlechter Film, eine Dystopie, die irgendwie den Sprung in die Realität geschafft hat. Und damit bin ich beim zweiten Transwort:

Transhumanität

Das ist ein neues Wort in meinem Vokabular, und ich hätte gut darauf verzichten können. Es beschreibt das Bestreben, den Geist (Verstand, Ich) vom Körper zu lösen, in eine Maschine einzuarbeiten, vom Körper unabhängig zu werden.

Kurz, es ist die Fortführung der religiösen Askese, nur ohne Religion.

Schon die Transzendenz der Kirchen erschien mir gefährlich und fragwürdig. Wer Körper und Geist (Seele) als zwei getrennte Wesenheiten betrachtet, der ist nur einen Schritt entfernt von der Bipolarität.

Fragt einen Neurodermitiker, wie weit seine Seele, seine Empfindungen, vom körperlichen Ausdruck entfernt sind. Fragt jemanden mit Reizdarmsyndrom. Fragt euch, ob Menschen mit diesen und ähnlichen Erkrankungen nicht vielleicht diejenigen sind, deren Verbindungen noch einwandfrei funktionieren (vielleicht etwas zu gut).

Der Transhumanismus ist – Überraschung!- eine Domäne der Männer. Sie stellen jede, die gegen ihre Überzeugungen ist, als altmodisch und frömmlerisch dar, am liebsten noch dem NS-Mutterkult anhängend, spätestens DAS ist das Totschlag“argument“.

Sie wollen eine Welt, in der Mütter und Frauen überflüssig sind, außer natürlich für (Cyber-) Sex. Eine Computerwelt, in der perfekte Gehirne eine perfekte Welt steuern. Man könnte das für den trockenen Traum einiger Nerds halten, aber Bücher wie MutterMaschine und Gläserne Gebärmütter wiesen schon vor 30 Jahren auf eine Entwicklung in de Reproduktionsmedizin hin, die leider schon zu Teilen Realität wurde. Transhumanismus ist die traurige Fortführung dieser Realität.

Edit: Diesen Text habe ich vor ziemlich genau einem Jahr begonnen, aber erst jetzt beendet. Er ist leider weiter aktuell.

 

 

 

 

Die bessere Frau?

Nach den Enthüllungen in den US und MeToo trauen sich nun auch hiesige Schauspielerinnen offen zu legen, was ihnen widerfahren ist.

Sie erzählen von einem System, in dem ihr Wille nichts zählt und sie nur Mittel zum Zweck sind- in geringem Grade ihrem eigenen, überwiegend dem der Männer.

Mit Dieter Wedel wird ein egozentrischer, selbstverliebter und überschätzter Mann angeklagt, so dass diese Anklage eigentlich keinEn verwundern sollte. Doch halt, so einfach und logisch ist das nicht.

Erst einmal gilt die Unschuldsvermutung- nicht für das Opfer, dem man sofort üble Nachrede unterstellt, sondern für den Angeklagten. Aber nein, nicht „man“ unterstellt, sondern „frau“, und allen voran Gisela F., Chefapologetin der Vergewaltiger und Manipulatoren. Sie ist sofort auf allen Kanälen präsent, schwafelt von Machtmenschen, die falsch verstanden werden, von enttäuschten Hoffnungen, von Mitläuferinnen.

Durch einen dummen Zufall? wurde nur einen Tag zuvor eine Folge von „Die großen Skandale“ wiederholt, in der es um den Fall Kachelmann ging. Auch dort war sie, vereint mit den Verteidigern des feinen Herren, eifrig bemüht das skandalöse an der Vergewaltigungsanzeige darzustellen. Nur, dass sie natürlich nicht vom eigentlichen Skandal spricht, der Klage gegen das Opfer, vom Skandal, dass eine solche überhaupt zugelassen wurde, dass ein Mann, der keineswegs freigesprochen wurde, sondern dem man das Verbrechen lediglich nicht sicher genug nachweisen konnte, sich als Unschuldslamm generieren darf. Nein, sie spricht von Falschbeschuldigungen, von der zerstörten Reputation des Selbstdarstellers, von der defizitären Frau.

Sie selbst ist natürlich eine gute Frau, besser als diejenigen, die zum Opfer wurden. Sie steht auf der Seite des Rechts (des Stärkeren), sie verteidigt die fälschlich beschuldigten, die unverstandenen Männer. Sie sieht nicht wie sie hinter ihrem Rücken lachen, über sie, die nie „eine von den Jungs“ sein wird, egal wie sehr sie es versucht. Sie sieht nicht dass ihre Biologie nicht austauschbar ist, sich nicht unter Sakkos und männlicher Sprache verbergen lässt.

Sie hält sich für eine bessere Frau, für eine treue Gefährtin des Mannes, ganz nach der Vorstellung des Patriarchats, das für sie natürlich nicht existiert. Ich empfinde Trauer und Wut wenn ich Frauen wie sie sehe, Frauen, die ihr Frau-sein leugnen, die meinen, wenn sie nur laut genug mit den Wölfen heulen werden sie nicht gefressen. Für ihren Körper mag das sogar gelten, aber ihr Ich wurde schon vor langer Zeit verschlungen.

Nazikeule Mutterkult – Wie mit Halbwissen Mütter mundtot gemacht werden und was dagegen hilft

Mehr braucht frau dazu nicht zu sagen, dieser Artikel sollte Pflicht in jedem Geschichts- und WuN-Unterricht werden.

Wahrscheinkontrolle

Eine Mutter muss sich heute entschuldigen, wenn sie ihrem Kind oberste Priorität einräumt. Es wird erwartet, dass sie möglichst vollzeitig berufstätig ist, sich selbst versorgt und dem Kind lediglich sog. „Quality time“ widmet. „Kinder brauchen ihre Mutter“, das ist ein Satz, für den sich jede schämen muss, sie bekommt aus allen Lagern Gegenwind, von Feministinnen, Maskulisten und von der Politik. „Kinder brauchen ihren Vater“ ist dagegen ein Satz, der allgemeine Anerkennung findet, wieder von Feministinnen, Maskulisten und von der Politik. Möglich ist das, weil die 8000 Jahre alte Vater-Ideologie im Patriarchat Konsens ist.
Besonders bizarr wird es, wenn sich ausgerechnet ein Kirchenfürst einmischt und für Mütter Partei ergreift. Der wegen diverser Vergehen aus dem Amt geschiedene Bischof Mixa sagte sinngemäß:

Wer mit staatlicher Förderung Mütter dazu verleitet, ihre Kinder bereits kurz nach der Geburt in staatliche Obhut zu geben, degradiert die Frau zur Gebärmaschine.

Der Satz, der für…

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A moment of honesty from Everydaymisogyny.com

Ich starte neu mit diesen Gedanken über ein erschreckendes Phänomen.

Hypotaxis

TRIGGER WARNING: LONG POST, MIXED METAPHORS

Everydaymisogyny.com is a site I try to avoid/ignore/forget about because its very existence serves to remind me what a pathetic, embarrassing, whiny, narcissistic, useless cock-centric waste of time and thought liberal “feminism” is. In fact, the very bowels of liberal feminism are represented by Everydaymisogyny.com and, frankly, it’s fucking depressing – not just because it’s stupid and worthless, but because it demonstrates how completely lost young women are, how completely void of a political analysis they are, how deeply brainwashed they are by the men at the helm of the gender cult.

Let’s just be honest: feminism is dead. What the dominant culture calls feminism is a zombified version of the actual thing – a word that’s been made palatable for men, that’s been glittered over, the brains sucked out, and sold back to young women in the form of empowerment through fucking for…

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Keine Norm

Heute habe ich mein Kind beim Diabolo spielen beobachtet. Wie konzentriert sie ist. Wie geschickt sie die Hände bewegt. Wenn etwas nicht klappt übt sie weiter, aufgeben gilt nicht. Sie hört aufmerksam zu wenn ihr der Nachbarsjunge etwas erklärt.

Sie soll ADHS haben. Weil Zahlen ihr nichts sagen. Weil sie auf verstörende Ereignisse in ihrem Leben mit Wut und Ablehnung reagiert. Weil ein toter Vogel auf ihrem Weg sie den ganzen Tag beschäftigen kann. Sie denkt dann über den Tod nach und über mögliche Gründe für ihn.

Ich denke, sie passt einfach nicht in die Norm. Und weil die Menschen mit den geregelten Leben und den Versicherungen für alles das nicht verstehen, brauchen sie einen Begriff dafür. Eine Diagnose. Etwas, worauf man mit dem Finger zeigen kann.

Sicher braucht sie Hilfe bei ihrer Dyskalkulie. Die bekommt sie aber nicht, denn sie hat Freunde und ist meistens glücklich. Also kein seelisches Wrack. Das muss ein Kind aber sein, bevor der Staat die Kosten für eine Therapie einer Teilleistungsstörung übernimmt.

Wir haben Freunde, die auf Grund ihres Fachwissens helfen wo sie können. Ich kratze meine bescheidenen Kenntnisse zusammen und ihr Lehrer gibt sich alle Mühe. Vielleicht schaffen wir es. Vielleicht hat der Widerspruch Erfolg und sie bekommt doch noch die Therapie. Vielleicht scheitert aber auch ihre Schullaufbahn, weil sie wieder nicht in die Norm passt. 

Ist das fair? Sollten nicht alle Kinder die besten Chancen haben, egal wie reich oder arm ihre Eltern sind? Anstatt Vergleichstests und Lernstandsermittlungen, sollte nicht jedes Kind die Förderung erhalten die es braucht?

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Frau Holle

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Ihr heiliger Strauch wächst wirklich ÜBERALL. Egal wie widrig die Umstände sind, die Hollermutter schafft es zu wachsen, blühen und fruchten. Ist das nicht ein großartiges Vorbild für uns? Und wenn man ihr genug Zeit und Raum gibt, dann schafft sie es zu so einem imposanten Baum:

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Jetzt aber!

Den Blog gibt es schon etwas länger, ich fand nur nie Zeit mal etwas hineinzuschreiben. Das ändert sich jetzt. Hier werde ich meine „Rants“ veröffentlichen, die Gedanken über Dinge, die mich wütend machen, genauso wie über die wunderbaren Zufälle, die mir begegnen.

Auf geht’s!